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Lufthansa
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Lufthansa (international auch Lufthansa German Airlines, intern auch Lufthansa Passage) ist eine Marke, unter der die Deutsche Lufthansa AG ihr deutsches Fluggastgeschäft betreibt. Die Lufthansa wird in der Ăffentlichkeit gemeinhin als nationale Fluggesellschaft Deutschlands wahrgenommen. Wegen des Firmenlogos wird die Lufthansa häufig auch als âKranich-Airlineâ bezeichnet. Ihre beiden Drehkreuze befinden sich am Frankfurter Flughafen und am Flughafen MĂźnchen.cite-ref-lhup-2-0[2]
Contents
⢠Geschichte
⢠Vorgänger
⢠Flugbetrieb
⢠Drehkreuze
⢠Streckennetz
⢠Passagiere
⢠Lufthansa Group
⢠Flotte
⢠Aktuelle Flotte
⢠Flottenpolitik
⢠Taufnamen
⢠Zeitleiste
⢠Service
⢠Kabinenprodukt
⢠Kritik
⢠Zwischenfälle
⢠Unfälle
⢠Entfßhrungen
⢠Tarifkonflikte
⢠Filme
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
â
Hauptartikel
:
Geschichte der Lufthansa
Vorgänger
Einer der Vorgänger der Lufthansa, die Deutsche Luft-Reederei, die bereits den stilisierten Kranich von Otto Firle als Logo auf ihren Flugzeugen hatte, nahm am 5. Februar 1919 die erste Fluglinie Deutschlands zwischen Berlin und Weimar in Betrieb. Der Name Lufthansa, anfangs noch Luft Hansa, wurde 1924 erstmals verwendet. Anlässlich einer Feier zur Einweihung der Strecke Dresden-MĂźnchen durch die Vorgängerfluggesellschaft Junkers Flugverkehr im Dresdner Rathaus wurde der Name fĂźr die geplante neue Fluggesellschaft erstmals gebraucht.cite-ref-3[3] Der Unternehmensname ist eine Reverenz an die Hanse, den Zusammenschluss niederdeutscher Kaufleute im Mittelalter. Das althochdeutsche Wort âHansaâ bedeutet âScharâ im Sinne einer Gruppe.cite-ref-4[4]
Diese erste Fluggesellschaft mit dem Firmennamen Luft Hansa wurde am 6. Januar 1926cite-ref-5[5] durch den Zusammenschluss der beiden Fluggesellschaften Deutscher Aero Lloyd AG und Junkers Luftverkehr AG unter dem Namen Deutsche Luft Hansa AG mit Sitz in Berlin gegrßndet.cite-ref-1-6-0[6] Ein Teil der Grßndungsmitglieder verfolgte zwar damit Ziele des Aufbaus einer zivilen Luftfahrt fßr Deutschland. Aber sie konnten sich gegen die Macht der damit rein militärische Ziele verfolgenden Gruppe nicht durchsetzen.cite-ref-7[7] 1933 wurde das Unternehmen in Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft umbenannt.cite-ref-8[8]
Ab diesem Zeitpunkt dominierten die Bestrebungen seit der Bildung des Reichsluftfahrtministeriums, mit dem Unternehmen vorrangig Ziele zur Errichtung einer deutschen Luftwaffe durchzusetzen. Der HĂśhepunkt war dazu im November 1941 erreicht. Sie befand sich nun im Zentrum der deutschen RĂźstung und schuf eine neue Qualität des bereits seit 1939 betriebenen Einsatzes von Kriegsgefangenen und weiteren Gruppen von Zwangsarbeitern.cite-ref-9[9] Die Gesellschaft musste auf Veranlassung der Alliierten mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 jegliche Aktivitäten einstellen. âThe Deutsche Lufthansa was a major government instrument in the development of military air strengthâ lautete ihr einhelliges Urteil.cite-ref-10[10] Nachdem immer wieder Versuche unternommen wurden, trotz des Verbotes einzelne Segmente wieder aufleben zu lassen oder dieses zu unterlaufen,cite-ref-11[11] veranlassten 1951 die Alliierten dann endgĂźltig die Liquidierung des Unternehmens Deutsche Lufthansa AG. Sie galt wegen ihrer Verquickung in das verbrecherische NS-System als Teil der Luftwaffe und musste demgemäà nach Gesetz Nr. 34 vom 20. August 1946 aufgelĂśst werden. Die âAufrechterhaltung, Bildung und Wiederherstellungâ eines solchen Unternehmens war gesetzwidrig.cite-ref-12[12] Dieser Grundsatz im Umgang mit allen verbrecherischen Organisationen des NS-Regimes wurde nochmals ausdrĂźcklich nach der Vorlage des Berichtes von Martin Wronsky 1946 bestätigt. Wie kein anderer der noch lebenden GrĂźndungsväter der Deutschen Luft Hansa AG hatte er entschieden an der festen Verzahnung von Luftwaffe und Lufthansa seit 1926 gewirkt.
Die heutige Deutsche Lufthansa AG ist formal keine Rechtsnachfolgerin der âerstenâ, bereits 1926 in Berlin gegrĂźndeten Deutsche Luft Hansa AG, die ab 1933 nationalsozialistisch geprägt war. Dessen ungeachtet sehen sowohl Historiker als auch die heutige Deutsche Lufthansa AG einen inneren historischen Zusammenhang zwischen der damaligen, seit 1933 nationalsozialistisch geprägten Lufthansa und der heutigen Lufthansa, wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Intentionen (Einzelheiten im Abschnitt Kritik):
⢠Mit Blick auf das NSDAP-Regime ist dem heutigen Unternehmen bei seiner Selbstdarstellung eine bewusste Verdrängung der Verstrickung in das NSDAP-Regime nachgewiesen worden.cite-ref-13[13]cite-ref-sehepunkte-de-14-0[14]cite-ref-deutschlandfunk-de-15-0[15]cite-ref-deutschlandfunkkultur-de-16-0[16] In der Zeit von 1933 bis 1945 beschäftigte die Lufthansa, die im Zweiten Weltkrieg Passagierflugzeuge auch fĂźr Kriegszwecke einsetzte, aus wirtschaftlichem KalkĂźl mindestens 10.000 Männer, Frauen und Kinder unterschiedlicher Nationalität als Zwangsarbeiter, die wegen ihrer ethnischen Herkunft bzw. ihres jĂźdischen Hintergrunds oder ihrer politischen Ăberzeugung in nationalsozialistische Gefangenschaft geraten waren.
⢠Mit der BegrĂźndung, die Lufthansa sei nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegrĂźndet worden, bestreitet die heutige Deutsche Lufthansa AG jedweden Anspruch gegen das Unternehmen auf Entschädigung und Rentenzahlungen an damalige Zwangsarbeiter. Dessen ungeachtet stellt das heutige Unternehmen seinen ersten Linienflug am 1. April 1955 als âNeubeginnâ der traditionsreichen Lufthansa dar und macht sich in diesem Zusammenhang die technischen Fortschritte in der deutschen Verkehrsluftfahrt vor GrĂźndung der heutigen Deutschen Lufthansa als Unternehmensgeschichte zu eigen.cite-ref-chronik-lufthansagroup-com-17-0[17] Im Jahr 1999 Ăźberwies das Unternehmen umgerechnet 20 Millionen Euro an den Zwangsarbeiterfonds der deutschen Wirtschaft.cite-ref-18[18]
Die heutige Deutsche Lufthansa stand ebenfalls in keinerlei rechtlicher Beziehung mit der Deutschen Lufthansa der DDR, die am 1. Juli 1955 gegrßndet und bereits 1963 wieder liquidiert wurde. Der Flugbetrieb dieser Gesellschaft wurde später von der Interflug weitergefßhrt.cite-ref-19[19]
Heutige Lufthansa (gegrĂźndet 1953)
Die heutige Deutsche Lufthansa AG wurde im Jahr 1953 zunächst als Aktiengesellschaft fĂźr Luftverkehrsbedarf (LUFTAG) gegrĂźndet und 1954 im Anschluss an den Erwerb der Rechte am traditionsreichen Firmennamen Lufthansa in Deutsche Lufthansa AG umbenannt. Den Linienflugbetrieb nahm das Unternehmen am 1. April 1955 auf, nachdem die Bundesrepublik ihre Lufthoheit wiedererlangt hatte. Beim Neustart der Gesellschaft flogen zunächst nur amerikanische Kapitäne. Erst Anfang 1956 wurde eine deutsche Besatzung fĂźr FlĂźge in die USA eingesetzt.cite-ref-1-6-1[6] Bis 1963 war die Deutsche Lufthansa zu fast 100 Prozent in staatlichem Besitz. Noch bis 1994 war sie die offizielle nationale Fluggesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1997 ist die Deutsche Lufthansa AG abgesehen von einem temporären Wiedereinstieg der Bundesrepublik Deutschland während der COVID-19-Pandemiecite-ref-20[20] vollständig privatisiert. GrĂśĂter Anteilseigner (Stand: August 2022) ist Klaus-Michael KĂźhnecite-ref-21[21] vor dem deutschen Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF).cite-ref-22[22] Seit Mitte der 1990er Jahre entwickelte sich die Deutsche Lufthansa zu einem Luftverkehrs-Konzern mit verschiedenen Geschäftsbereichen, die als eigenständige Tochtergesellschaften gefĂźhrt werden. Darunter sind zum Beispiel die Luftfracht in der Lufthansa Cargo AG, die Flugzeugwartung in der Lufthansa Technik AG und das Catering in der LSG Service Holding AG. Seit Mitte der 2000er Jahre Ăźbernahm die Deutsche Lufthansa AG darĂźber hinaus mehrere europäische Fluggesellschaften, darunter Swiss International Air Lines, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Air Dolomiti, Eurowings, Teile der Air Berlin sowie zeitweise auch British Midland Airways.
Flugbetrieb
Drehkreuze
Die Lufthansa betreibt zwei Ăźbergeordnete Drehkreuze:
⢠Der Flughafen Frankfurt Main ist das grĂśĂte Lufthansa-Drehkreuz (157 Ziele), hier starten die meisten InterkontinentalflĂźge.
⢠Vom Flughafen Mßnchen (152 Ziele) verkehren die meisten kontinentalen Flßge.cite-ref-23[23]
Streckennetz
Ab Frankfurt und MĂźnchen fliegt Lufthansa viele Ziele innerhalb Europas sowie in Nord- und SĂźdamerika, Asien, Afrika und dem Nahen Osten an. Australien und Neuseeland fliegt Lufthansa nicht mehr an, sondern bedient diese in Kooperation mit Star-Alliance-Partnern Ăźber deren Drehkreuze in Singapur (Singapore Airlines), Bangkok (Thai Airways) sowie Los Angeles und San Francisco (United Airlines). Zudem bestehen Codeshare-Abkommen mit Air New Zealand fĂźr Strecken Ăźber Hongkong, Los Angeles, San Francisco und Vancouver. Die letzte von Lufthansa selbst durchgefĂźhrte Australien-Verbindung bestand von Sommerflugplan 1994 bis zum Ende des Sommerflugplans 1995 dreimal wĂśchentlich von Frankfurt (LH796/LH797) Ăźber Bangkok nach Sydney und zurĂźck. Eingesetzt wurde dabei eine Boeing 767 aus der Flotte der Condor.
Die längsten regelmäĂig geflogenen Nonstop-PassagierflĂźge (gemessen an der flugplanmäĂigen Blockzeit) sind die Verbindung von Tokio-Haneda zurĂźck nach MĂźnchen und Frankfurt (regulär 11:10 Stunden und 9.384 km (Frankfurt) bzw. 9.381 km (MĂźnchen), aktuell jeweils 14:20 Stunden und etwa 12.800 km), da auf Grund des Kriegs in der Ukraine als Reaktion auf Luftraumsperren in der EU fĂźr russische Fluggesellschaften Russland seinen Luftraum ebenfalls fĂźr EU-Fluggesellschaften gesperrt hat und somit ein Umweg nĂśtig ist. Dieser fĂźhrt derzeit von Tokio aus nordostwärts Ăźber den Nordpazifik, die BeringstraĂe entlang vorbei an Alaska und Nunavut bis auf etwa 83° nĂśrdlicher Breite und von da an sĂźdwärts Ăźber GrĂśnland Richtung Zentraleuropa. Die jeweiligen HinflĂźge von Frankfurt bzw. MĂźnchen nach Tokio fĂźhren hingegen sĂźdlich an Russland vorbei Ăźber das Schwarze Meer, Georgien, Kasachstan, das nĂśrdliche China sowie SĂźdkorea nach Japan. Dadurch verlängert sich die Flugzeit um lediglich etwa 80 Minuten gegenĂźber der regulären Route Ăźber Russland auf ca. 12:35 Stunden. Der längste reguläre Flug (ohne Umwege) ist die Verbindung von Frankfurt nach Buenos Aires-Ezeiza (Hinweg 13:50 Stunden, RĂźckweg 13:15 Stunden, 11.515 km), gefolgt von Frankfurt nach Singapur-Changi (Hinweg 12:15 Stunden, RĂźckweg 13:05 Stunden, 10.284 km), Frankfurt nach Kuala Lumpur (Hinweg 12:15 Stunden, RĂźckweg 13:30 Stunden, 10.000 km; wurde zum 1. März 2016 eingestellt)cite-ref-24[24] sowie die Strecken von MĂźnchen nach Los Angeles (Hinweg 12:20 Stunden, RĂźckweg 11:25 Stunden, 9.625 km) und MĂźnchen nach SĂŁo Paulo-Guarulhos (Hinweg 12:40 Stunden, RĂźckweg 11:50 Stunden, 9.868 km).
Am 31. Januar 2021 stellte die Lufthansa inmitten der Corona-Pandemie einen neuen konzerninternen Nonstop-Rekordflug auf. Der Airbus A350-941 âBraunschweigâ (D-AIXP) brachte in einer Flugzeit von 15 Stunden und 37 Minuten Forscher und Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts von Hamburg aus in das 13.300 km entfernte Mount Pleasant auf den Falklandinseln. Der RĂźckflug erfolgte am 3. Februar 2021 nonstop mit einer Flugzeit von 14 Stunden und 4 Minuten und einer Entfernung von 12.950 km nach MĂźnchen.cite-ref-25[25]
Der bisherige Rekordflug war am 19. Januar 2011 erfolgt. Der Airbus A340-600 âLĂźbeckâ (D-AIHF) flog Kreuzfahrtpassagiere mit einer Flugzeit von 14:48 Stunden vom Flughafen MĂźnchen zum Honolulu International Airport und Ăźberbot damit den vorherigen Rekord aus dem Jahr 2010 um fĂźnf Minuten, als eine A340-600 der Lufthansa im Kreuzfahrtcharter von MĂźnchen zum Flughafen Santiago de Chile geflogen war.cite-ref-26[26]
Lufthansa war unter den ersten westlichen Fluggesellschaften, die neben Moskau und St. Petersburg weitere Ziele in der ehemaligen Sowjetunion anflogen, und betrieb jahrelang erfolgreich bis zu 14 verschiedene Strecken. Nach der Annexion der Krim schwächte sich die Nachfrage nach FlĂźgen nach Russland deutlich ab. Ab Herbst 2015 wurden deshalb nur noch die ursprĂźnglichen Ziele Moskau und St. Petersburg weiter bedientcite-ref-27[27]cite-ref-28[28] und die FlĂźge nach dem russischen Ăberfall auf die Ukraine 2022 ganz eingestellt.
Passagiere
Die Lufthansa hat in den vergangenen Jahren meist Passagiere hinzugewinnen kĂśnnen â so stiegen die Fluggastzahlen von 58,8 Mio. (2010) auf 71,3 Mio. (2019).
In der Lufthansa Group haben sich in den vergangenen Jahren durch Neugrßndungen sowie ßber Zukäufe anderer Fluggesellschaften die Passagierzahlen noch deutlicher erhÜht. So lag die Passagierzahl aller Flugunternehmen 2010 bei 91,2 Mio., im Jahr 2019 bei 145,2 Mio. befÜrderten Fluggästen.
Die Corona-Krise wird im gesamten Luftverkehr ab 2020 zu deutlichen Passagier-Rßckgängen fßhren und nach Schätzungen der Unternehmensfßhrung erst wieder 2022 oder 2023 das Niveau von 2019 erreichen.
Seit rund zwei Jahrzehnten macht der Lufthansa die zunehmende Konkurrenz der Golf-Airlines im Langstreckengeschäft zwar zu schaffen, sie konnte sich jedoch im Wettbewerb bisher behaupten.
Flugnummernsystem
Die Flugnummern werden nach einem festen Schema verteilt. So haben Frßhflßge ßblicherweise eine kleinere Nummer als Flßge auf der gleichen Strecke später am Tag.cite-ref-lm12-29-0[29] Flßge von Frankfurt und Mßnchen aus haben in der Regel eine gerade Endziffer, Flßge dorthin zurßck eine ungerade.
| Nummern | Linie, Zweck und Ziel | Drehkreuz oder Region |
|---|---|---|
| LH001 â LH399 | Innereuropäisch | FRA |
| LH400 â LH499 | Nord- und Zentralamerika | Alle |
| LH500 â LH599 | Zentral- , SĂźdamerika und Afrika | Alle |
| LH600 â LH699 | Naher Osten und GUS-Staaten | Alle |
| LH700 â LH799 | Asien | Alle |
| LH800 â LH1499 | Innereuropäisch | FRA |
| LH1600 â LH2799 | Innereuropäisch | MUC |
| LH3400 â LH3799 | AIRail , Bus | FRA |
| LH5200 â LH7999 | Codesharing der Lufthansa Passage | Alle |
| LH6000 Suffix 1) â LH7999 Suffix | Parallele Nutzung von Flugnummern mit einem Suffix fĂźr LKW-Dienste der Lufthansa Cargo | Alle |
| LH8000 â LH8515 | FlĂźge der Lufthansa Cargo | Alle |
| LH8516 â LH9799 | Codesharing der Lufthansa Passage | Alle |
| LH9800 â LH9999 | Flugnummern fĂźr SpezialflĂźge (z. B. Trainings- und WerkstattflĂźge) | Alle |
1) Seit 2009 gelten fĂźr alle LKW-Dienste Suffix-Flugnummern, bei denen an die Flugnummer ein Buchstabe angehängt wird, z. B. âLH7000Aâ. Dadurch kĂśnnen die bisherigen Cargo-Flugnummern im Bereich von 7000 bis 7999 parallel genutzt werden:
⢠ohne Suffix von Lufthansa Passage
⢠mit Suffix von Lufthansa Cargo.
Lufthansa Group
â
Hauptartikel
:
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist eine Gruppe aus Fluggesellschaften in Besitz von Lufthansa. Ihr gehĂśren Brussels Airlines, Swiss International Airlines, Edelweiss, Air Dolomiti, Austrian Airlines, Lufthansa Cargo, Lufthansa CityLine, Lufthansa City Airlines, Eurowings, Discover Airlines, und bis 2020, Germanwings. Lufthansa Group ist hinter der Ryanair Group die zweitgrĂśĂte Gesellschaft nach Passagierzahlen mit 93 Millionen im Jahr 2022. Lufthansa plant ITA Airways schrittweise zu Ăźbernehmen, wenn die benĂśtigten Genehmigungen vorliegen.cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]cite-ref-32[32]
Flotte
Unter dem Markennamen âLufthansaâ werden die Flotten der Lufthansa (Lufthansa German Airlinescite-ref-lhga-33-0[33]), Lufthansa CityLine, Lufthansa City Airlines und Lufthansa Cargo betrieben. Die Flugzeuge der Lufthansa German Airlines sind in Frankfurt und MĂźnchen stationiert.
Aktuelle Flotte
Im Januar 2026 besteht die Flotte der Lufthansa aus 307 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 14,5 Jahren:cite-ref-planespotters-34-0[34]
| Flugzeugtyp | Anzahl | bestellt [ 35 ] [ 36 ] | Luftfahrzeugkennzeichen | Anmerkungen | Sitzplätze [ 37 ] ( First/Business/Eco+/Eco ) | Durchschnittsalter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Airbus A319-100 | 0 35 | 0 | D-AIL (ab 1996) D-AIB (ab 2009) | einer inaktiv; zwĂślf betrieben durch Lufthansa CityLine | 138 (-/var./-/var.) | 23,4 Jahre |
| Airbus A320-200 | 0 46 | 0 | D-AIQ (ab 1991) D-AIZ (ab 2009) D-AIU (ab 2014) D-AIW (ab 2017) | 32 mit Sharklets ausgestattet; vier inaktiv | 168 (-/var./-/var.) 180 (-/var./-/var.) | 13,1 Jahre |
| Airbus A320neo | 0 30 | 0 20 | D-AIN (ab 2016) (P&W) D-AIJ (ab 2020) (P&W) D-AII (ab 2026) (CFM) | zehn inaktiv | 180 (-/var./-/var.) | 0 7,2 Jahre |
| Airbus A321-100 | 0 15 | 0 | D-AIR (ab 1994) | drei inaktiv | 200 (-/var./-/var.) | 30,0 Jahre |
| Airbus A321-200 | 0 37 | 0 | D-AIS (ab 1999) D-AID (ab 2010) | neun inaktiv | 200 (-/var./-/var.) | 17,0 Jahre |
| Airbus A321neo | 0 18 | 0 16 | D-AIE (ab 2019) (P&W) D-AIO (ab 2025) (CFM) | vier inaktiv | 215 (-/var./-/var.) | 0 4,6 Jahre |
| Airbus A330-300 | 0 0 7 | 0 | D-AIK (ab 2004) | Ausflottung bis Ende 2027 und Transfer zu Discover Airlines . [ 38 ] | 255 (-/42/28/185) | 15,6 Jahre |
| Airbus A340-300 | 0 13 | 0 | D-AIG (ab 1996) D-AIF (ab 2000) | einer inaktiv; Lufthansa ist weltgrĂśĂter Betreiber der A340-300 . Ausflottung bis Ende 2027. [ 39 ] | 279 (-/30/28/221) 251 (-/42/28/181) [ 40 ] | 25,9 Jahre |
| Airbus A340-600 | 0 0 5 | 0 | D-AIH (ab 2003) | Ausflottung bis Ende 2026 [ 41 ] | 297 (8/44/32/213) [ 42 ] | 17,9 Jahre |
| Airbus A350-900 | 0 31 | 0 13 | D-AIX (ab 2016) D-AIV (ex Philippine Airlines und ab 2025), die ex Philippine Airlines Maschinen werden ab 2027 an Discover Airlines Ăźbergeben. | zwei inaktiv | 267 (4/38/24/201) 293 (-/48/21/224) 319 (-/36/21/262) | 0 5,7 Jahre |
| Airbus A350-1000 | 0 | 0 15 [ 43 ] | D-AIF (ab 2026) | + 25 Optionen; [ 44 ] Auslieferung vsl. ab April 2026 [ 45 ] | â offen â | 0 |
| Airbus A380-800 | 0 0 8 | 0 | D-AIM (ab 2010) | einer inaktiv | 509 (8/78/52/371) | 13,7 Jahre |
| Boeing 747-400 | 0 0 8 | 0 | D-ABV (ab 1991) D-ABT (ab 2001) | zwei inaktiv; werden durch Boeing 777-9 ersetzt. Ausflottung bis Ende 2027. [ 46 ] | 371 (-/67/32/272) 393 (-/53/32/308) | 25,8 Jahre |
| Boeing 747-8 | 0 18 | 0 | D-ABY (ab 2012) | zwei inaktiv; Lufthansa ist weltgrĂśĂter Betreiber der Boeing 747-8 ; zwei Ausflottung 2026 [ 47 ] | 340 (8/92/32/208) 364 (8/80/32/244) | 12,2 Jahre |
| Boeing 777-9 | 0 | 0 20 [ 48 ] | D-ABT (ab 2027) | Auslieferung frĂźhestens ab 2027; [ 49 ] Ersatz fĂźr Boeing 747-400 | â offen â | 0 |
| Boeing 787-9 | 0 12 | 0 22 | D-ABP (ab 2022) D-ABQ (ab 2026) | eine inaktiv; Auslieferung vsl. bis 2027; Bestellung wurde von der Lufthansa Group getätigt. Die fßnf Boeing 787-9, welche die Konfiguration von Hainan Airlines besitzen, werden an Austrian Airlines abgegeben. [ 50 ] | 294 (-/26/21/247) | 0 2,9 Jahre |
| Bombardier CRJ-900 | 0 23 | 0 | D-ACN (ab 2018) | vier inaktiv; betrieben durch Lufthansa CityLine | 84 (-/var./-/var.) 90 (-/var./-/var.) | 15,8 Jahre |
| Gesamt | 307 | 106 | | | | 14,5 Jahre |
Flottenpolitik
Als einflussreicher GroĂ- und Erstkunde hat Lufthansa die Entwicklung der Boeing-Flugzeuge 737-100 und -300, der 747-400 und -8I sowie der Airbus-Typen A310, A340 und A380 entscheidend beeinflusst. Durch den Einsatz moderner Flugzeuge kĂśnnen beim Kerosinverbrauch variable Kosten eingespart werden. Der durchschnittliche Verbrauch der Lufthansa-Flotte wurde vom Konzern fĂźr das Jahr 2017 mit 3,76 Litern je 100 Passagierkilometer angegeben.cite-ref-51[51] Der Lufthansa-Konzern zielt auf einen durchschnittlichen Verbrauch von drei Litern.
Die letzte Avro RJ85 wurde von Lufthansa CityLine am 27. August 2012 ausgemustert.cite-ref-airliners-20120827-52-0[52] Bis Ende 2012 wurde im Hinblick auf die reduzierten Wachstumspläne die Ausmusterung von insgesamt 38 Kurz- und Langstreckenflugzeugen angekßndigt, darunter alle Avro RJ85 und mehrere Airbus A340-300. Am 14. März 2013 gab Lufthansa die Bestellung von 100 A320 und zwei weiteren A380-800 bei Airbus bekannt.cite-ref-best14032013-53-0[53] Am 19. September 2013 unterzeichnete Lufthansa eine Bestellung ßber 25 A350-900 inklusive 15 Optionen und weiterer 15 Vorkaufsrechte, die auch die verlängerte Version A350-1000 beinhalten, 20 Boeing 777-9 zum Ersatz der älteren A340-300 und 747-400cite-ref-54[54] und eine Option auf 14 weitere Boeing 777-9. Diese Option wurde 2019 in eine Bestellung von 20 Boeing 787-9 umgewandelt. Am 29. Oktober 2016 verlieà mit einer Boeing 737-300 die letzte Boeing 737 die Lufthansa-Flotte.cite-ref-55[55]cite-ref-56[56]cite-ref-57[57]
Lufthansa Ăźbernahm Ende Dezember 2016 den ersten von aktuell (Stand August 2018) 25 Airbus A350-900, der am 3. Februar 2017 in MĂźnchen offiziell vorgestellt wurde.cite-ref-58[58] Die Maschine nahm am 10. Februar offiziell den Flugbetrieb auf, insgesamt ist die Stationierung von fĂźnfzehn Maschinen in MĂźnchen geplant.cite-ref-59[59]
FĂźr den Sommerflugplan 2018 hat Lufthansa zwei Fokker 100 der Helvetic Airways geleast. Diese sollen in MĂźnchen stationiert werden.cite-ref-60[60]
Lufthansa Ăźbernahm Anfang Mai 2019 den ersten von 40 bestellten Airbus A321neo und setzte dieses Flugzeug D-AIEA am 23. Mai 2019 erstmals im Linienverkehr ein.
Bei den jeweiligen Luftfahrzeugkennzeichen der in Deutschland in der Luftfahrzeugrolle eingetragenen Flugzeuge des Lufthansa-Konzerns (zum Beispiel D-AIKJ) besteht eine â verbindliche â Systematik nur bei den ersten beiden Buchstaben. Der Buchstabe vor dem Bindestrich ist das StaatszugehĂśrigkeitszeichen (ein âDâ fĂźr die Bundesrepublik Deutschland), der erste Buchstabe nach dem Bindestrich gibt Auskunft darĂźber, in welchem Bereich das HĂśchstabfluggewicht liegt (zum Beispiel âAâ fĂźr Flugzeuge mit einer hĂśchstzulässigen Startmasse von mehr als 20 Tonnen). Die Kennzeichen-Vergabe erfolgt in Deutschland durch das Luftfahrt-Bundesamt. Ăhnlich wie bei der Vergabe von Kfz-Kennzeichen kann bei der Vergabe der letzten drei Buchstaben gegebenenfalls auf etwaige âKundenwĂźnscheâ der Lufthansa eingegangen werden, falls die gewĂźnschte Buchstabenkombination noch nicht vergeben ist. Tatsächlich wird der Lufthansa seit geraumer Zeit folgender âKundenwunschâ vom Luftfahrt-Bundesamt erfĂźllt: Der zweite Buchstabe nach dem Bindestrich soll auf den jeweiligen Flugzeughersteller beziehungsweise die Konzerngesellschaft schlieĂen lassen kĂśnnen, der dritte auf den Flugzeugtyp, der vierte läuft bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Verzicht auf Buchstabenkombinationen wie SA, SS, HJ, BYBâŚ) durch (siehe folgende Tabelle). In den wenigen historischen Fällen, in denen ein Luftfahrzeug zu leicht war, um ein A als zweiten Buchstaben zu bekommen, wurde A an dritter Stelle gewählt: F27 waren D-BARI und D-BARO, DC-3 waren D-CADE, D-CADI und D-CADO. DarĂźber hinaus kaufte Lufthansa eine 747-400 (c/n 1292) von Boeing, um sie sogleich an Royal Flight Oman weiterzuverkaufen. Während der kurzen Zeit, in der sie in LH-Diensten war (also während der AuslieferungsflĂźge), war sie als D-ARFO registriert.
Aktuelle Sonderbemalungen
| Flugzeugtyp | Luftfahrzeugkennzeichen | Bemalung [ 34 ] | Zeitraum | Bild |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A319-100 | D-AILU | âLuâ | seit Februar 2001 | |
| Airbus A319-100 | D-AIBH D-AIBI D-AIBJ | â Star Alliance â | D-AIBH : seit November 2021 D-AIBI : seit November 2021 D-AIBJ : seit Dezember 2019 | |
| Airbus A320-200 | D-AIUA D-AIZH D-AIZM D-AIZN | â Star Alliance â | D-AIUA : seit Juli 2020 D-AIZH : seit April 2019 D-AIZM : seit Oktober 2019 D-AIZN : seit Oktober 2019 | |
| Airbus A320neo | D-AINY | âLovehansaâ | seit Juni 2022 | |
| Airbus A321-100 | D-AIRY | â Die Maus â | seit November 1998 | |
| Airbus A321neo | D-AIEP | âHelp Allianceâ | seit Dezember 2024 | |
| Airbus A321neo | D-AIEQ | â600th Airbus Aircraftâ | seit Mai 2023 | |
| Airbus A340-300 | D-AIGN D-AIGP D-AIGV | âStar Allianceâ | D-AIGN : seit Dezember 2013 D-AIGP : seit Mai 2015 D-AIGV : seit Juni 2015 | |
| Boeing 747-8 | D-ABYP | â1,500th 747â | seit Juni 2014 | |
| Boeing 747-8 | D-ABYT | â Retro â | seit März 2015 | |
| Boeing 787-9 | D-ABPU | â100th Anniversaryâ | seit Dezember 2025 | |
Taufnamen
Viele Flugzeuge der Lufthansa tragen seit 1960 Taufnamen, die auf dem vorderen Rumpf unterhalb der Nennung des Flugzeugtyps ersichtlich sind. In der Regel sind deutsche Städte oder Bundesländer Taufpate.cite-ref-61[61] Wenn ein Flugzeug die Flotte verlässt, Ăźbernimmt zumeist ein neueres dessen Taufnamen. So wurde z. B. der Name âBerlinâ durch Flugzeuge der Typen Boeing 707, 747-200 und 747-400 sowie Airbus A380-800 getragen. Davon abweichend ist der Airbus A340-300 (Luftfahrzeugkennzeichen D-AIFC) âGander/Halifaxâ nach den beiden kanadischen Städten benannt, die auf der Standardflugroute von Mitteleuropa nach Nordamerika liegen. Der Doppelname soll an die Operation Yellow Ribbon erinnern, bei der nach SchlieĂung des US-amerikanischen und des kanadischen Luftraums am Tag der Terroranschläge am 11. September 2001, Flugzeuge, die wegen geringer Treibstoffreserven nicht mehr nach Europa umkehren konnten, auf die Flughäfen Gander (39 Flugzeuge) und Halifax (47 Flugzeuge) umgeleitet wurden. Dort wurden Fluggäste und Personal, trotz der schwierigen Umstände, äuĂerst gastfreundlich behandelt, besonders in Gander, das im Vergleich zu seiner Einwohnerzahl die grĂśĂte Anzahl an Passagieren aufnehmen musste.cite-ref-62[62]
Im Februar 2010 gab die Lufthansa bekannt, ihre ersten zwei Airbus A380 nach ihren beiden grĂśĂten Drehkreuzen zu benennen: âFrankfurt am Mainâ (D-AIMA) und âMĂźnchenâ (D-AIMB).cite-ref-63[63] Die nachfolgend in Dienst gestellten A380-800 tragen Namen internationaler GroĂstädte: âPeking ĺ亏â (D-AIMC), âTokio ćąäşŹâ (D-AIMD), âJohannesburgâ (D-AIME), âZĂźrichâ (D-AIMF), âWienâ (D-AIMG), âNew Yorkâ (D-AIMH), âBerlinâ (D-AIMI), âBrĂźsselâ (D-AIMJ), âDĂźsseldorfâ (D-AIMK), âHamburgâ (D-AIML), âDelhiâ (D-AIMM) und âSan Franciscoâ (D-AIMN).cite-ref-64[64] Am 18. November 2015 wurde die jĂźngste A380-800 mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-AIMN anlässlich der ErĂśffnung der neuen Verkehrszentrale der Lufthansa in Frankfurt (âIntegrated Operations Control Centerâ, abgekĂźrzt âIOCCâ), feierlich von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf den Namen âDeutschlandâ getauft, also entsprechend umbenannt.cite-ref-65[65]
Der Airbus A321-100 (D-AIRA) âFinkenwerderâ ist eine Reminiszenz an das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder, in dem ein Teil der Airbus-Modellpalette montiert wird. Der vorerst letzte Airbus, ein A350, den die Lufthansa im Juli 2020 abnahm, wurde anlässlich des 900-jährigen Stadtjubiläums nach Freiburg benannt.cite-ref-66[66]
Ehemalige Flugzeugtypen
| Airbus | BAC | Boeing | Convair | Curtiss |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A300 B2/-B4/-600 | BAC 1-11 -400 1 | Boeing 707 -300B/-300C/-400 | Convair CV-340 | Curtiss C-46 2 |
| Airbus A310 -200/-300 | | Boeing 720 | Convair CV-440 | |
| Airbus A330 -200 | | Boeing 727 -100/-200 | | |
| Airbus A340 -200 | | Boeing 737 -100/-200/-300/-400 3 /-500 | | |
| | | Boeing 747 -100/-200/-200F | | |
| | | Boeing 757 -300 4 | | |
| | | Boeing 767 -300 5 | | |
| de Havilland | Douglas | Fokker | Lockheed | Vickers |
| De Havilland DH.114 Heron 6 | Douglas DC-3 /C-47 | Fokker F-27 -400 7 | Lockheed L-1049 G âSuper Constellationâ | Vickers Viking 1B 8 |
| | Douglas DC-4 /C-54 9 | | Lockheed L-1049H âSuper Constellationâ 10 (Frachtversion) | Vickers Viscount 814 |
| | Douglas DC-8 -51 11 | | Lockheed L-1649 A âStarlinerâ | |
| | McDonnell Douglas DC-10 -30 | | | |
Bavaria Fluggesellschaft
fĂźhrte LinienflĂźge mit zwei BAC 1-11 im
Wet-Lease
fĂźr
Lufthansa
von
Stuttgart
und
MĂźnchen
nach
Hannover
durch.
Gemietete Curtiss C-46 der
Capitol Airways
wurden fĂźr FrachtflĂźge genutzt.
Sieben Boeing 737-400 wurden von 1992 bis 1995 mit dem Schriftzug
Lufthansa Express
betrieben. Die Flugzeuge wurden 1996 verkauft.
In Hinblick auf eine mĂśgliche Bestellung setzte
Lufthansa
eine Boeing 757-300 der
Condor
zur Erprobung unter LH-Flugnummern ein.
Eine Boeing 767-300 verkehrte ab 1995 bis zur GrĂźndung der
Star Alliance
auf LinienflĂźgen zwischen
Bangkok
und
Australien
.
Eine von der
Martinair
gemietete de Havilland Heron wurde 1963 in Lufthansa-Bemalung und unter LH-Flugnummern betrieben. Zuvor setzte
SĂźdflug International
diesen Flugzeugtyp fĂźr
Lufthansa
ein.
Fokker F-27 in den 1960er-Jahren von
Condor
gemietet.
Der
Deutsche Flugdienst
vermietete ab Juli 1956 eine bzw. ab Februar 1960 zwei Vickers Viking an Lufthansa. Beide Maschinen wurden bis November 1961 auf FrachtflĂźgen betrieben.
Transocean Air Lines
betrieb im Wet-Lease zwei DC-4 in Lufthansa-Farben von Dezember 1957 bis März 1959 auf Frachtflßgen innerhalb Deutschlands, Europas und in die USA.
Eine L-1049H, gemietet fßr Frachtflßge in die USA, zunächst von
Transocean Air Lines
, dann von
Flying Tiger Line
.
Im Jahr 1965 leaste
Lufthansa
eine Douglas DC-8-51 von
Trans International Airlines
, die im Transatlantikverkehr zum Einsatz kam.
Zeitleiste
Eine Maschine von Condor geleast
Zwei Maschinen von Lauda Air geleast
Eine Maschine von Martinair gemietet
Eine Maschine von Trans International Airlines geleast
Von Condor gemietet
Service
Der Service gliedert sich bei der Lufthansa in ein System von bis zu vier BefĂśrderungsklassen, bestehend aus Economy Class, Premium Economy Class, Business Class und First Class.cite-ref-71[71]
FĂźr Kunden der hĂśheren Klassen und Vielflieger mit Status von Miles & More oder Goldstatus der Star Alliance werden an einigen Flughäfen Lounges betrieben. Diese gliedern sich in Business Class Lounges (Zugang fĂźr Frequent Traveller und Business-Class-Gäste) sowie Senator Lounges (Zugang fĂźr Kunden mit Senator-Status und Star-Alliance-Gold-Kunden). DarĂźber hinaus gibt es fĂźr die hĂśchste Stufe des Vielfliegerprogramms â den Hon Circle Status â in Frankfurt und MĂźnchen First Class Lounges. Das First Class Terminal in Frankfurt ist ein eigenes Gebäude und stellt, neben der Ausstattung einer First Class Lounge, einen eigenen Check-in und Sicherheitskontrollen fĂźr die Gäste der First Class bereit. Von den First Class Lounges werden die Gäste in Limousinen direkt zu ihrem Flugzeug gefahren.cite-ref-72[72] An Stationen ohne LH-eigene Lounges kĂśnnen von berechtigten Gästen meist Vertragslounges oder Lounges anderer Star-Alliance-Mitglieder genutzt werden. Im Juli 2024 erĂśffnete am Flughafen Newark die erste neugestaltete Lounge nach dem Allegris-Konzept.cite-ref-73[73]
Kabinenprodukt
First Class
Die First Class wird ausschlieĂlich auf der Langstreckenflotte angeboten und besteht grundsätzlich aus einem Abteil mit acht Sitzen im vorderen Teil (A340-600, Boeing 747-8I) bzw. im Oberdeck des Flugzeugs (Airbus A380-800).cite-ref-74[74] Ende 2014 wurde die First Class aus allen in der Flotte verbleibenden 747-400 und A340-300 sowie zum Sommerflugplan 2018 aus allen A330-300 entfernt,cite-ref-75[75] die damit nur noch in einer Dreiklassenkonfiguration fliegen. In der First Class bietet Lufthansa einen Kaviarservice, dining on demand, sowie exklusive Weine an.cite-ref-76[76] Die Sitze sind in einer 1-2-1-Konfiguration verbaut.
Business Class
Auf der Langstrecke lassen sich die Business-Class-Sitze in eine vÜllig flache Liegefläche umwandeln. Diese Sitze wurden mit der Auslieferung der ersten Boeing 747-8I eingefßhrt und im Rest der Flotte nachgerßstet. Sie ersetzen das vorherige Modell, das nur eine geneigte Liegefläche bot.
Auf der 747-8I sowie der 747-400 befindet sich im Oberdeck eine 2-2-Sitzkonfiguration, in der Boeing 747-800 im Hauptdeck zwischen der First und Economy bzw. Premium Economy Class eine 2-2-2-Konfiguration. In der Boeing 747-400 ist die Business Class im Hauptdeck in einer 2-3-2-Konfiguration verbaut.cite-ref-77[77] In allen Flugzeugen der Airbus-Flotte (A330-300, A340-300, A340-600, A350-900 und A380-800) ist die Business Class stets in einer 2-2-2-Konfiguration eingebaut.
Die Verpflegung auf der Langstrecke besteht ßblicherweise aus einem mehrgängigen Menß, wobei fßr jeden Gang mehrere Optionen zur Auswahl stehen.
Auf der Kurzstrecke und teilweise auf der Mittelstrecke verwendet Lufthansa das Prinzip des âMovable Class Dividersâ, eines beweglichen Vorhangs, der in der Kabine hängt und verschoben werden kann. Die Sitze sind die gleichen wie in der Economy Class, allerdings bleibt der mittlere Sitz leer und die Sitze haben teilweise etwas mehr Beinfreiheit. Der Vorteil dieses Systems ist, dass die Business Class je nach Nachfrage vergrĂśĂert oder verkleinert werden kann. Verpflegung und Service sind im Vergleich zur Economy Class aufgewertet. In manchen Flugzeugen befindet sich auf dem Mittelsitz ein Tisch, der als Ablage benutzt werden kann.
Premium Economy Class
Seit dem 22. November 2014 bietet Lufthansa eine Premium Economy Class an, die zwischen Business und Economy Class angesiedelt sind. Die Klasse war zunächst in der Boeing 747-8I verfßgbar und wurde bis Sommer 2015 auf der gesamten Langstreckenflotte nachgerßstet.
Im Vergleich zur Economy Class wurde der Sitzabstand (96,5 cm) vergrĂśĂert, zudem sind die Sitze breiter, haben einen grĂśĂeren Bildschirm und lassen sich um 130 Grad nach hinten lehnen.
In der Premium Economy erhalten die Passagiere ein mehrgängiges Menß. Die Getränkekarte entspricht der der Economy Class.
Passagiere der Premium Economy Class kÜnnen ein zusätzliches Gepäckstßck aufgeben. Gegen einen Aufpreis ist ein Zugang zur Business Class Lounge der Lufthansa mÜglich.
Economy Class
Von 2007 bis 2014 wurde die gesamte Langstreckenflotte mit persÜnlichen Entertainment-Bildschirmen in der Economy-Klasse ausgerßstet. Zuvor wurde die Bordunterhaltung auf zentralen Monitoren mit je nach Sitzplatz eingeschränkter Sicht und ohne AuswahlmÜglichkeit gezeigt.cite-ref-78[78] Mit der Auslieferung der neuen A350-900 wurde ein neues Sitzmodell eingefßhrt, bei welchem das aktuell vorherrschende Grau neu durch ein Blau ersetzt wurde.
FĂźr die Kurz- und Mittelstreckenflotte stellte Lufthansa am 9. Dezember 2010 die neue âNeue Europa Kabineâ (sic!) (kurz NEK) vor. Sie umfasst leichtere und dĂźnnere Sitze und weitere Kabinenumbauten, darunter beispielsweise den Ausbau der Toiletten und der Galley in der Mitte der Kabine der Airbus A321-100 und -200. Die Kurz- und Mittelstreckenflotte verfĂźgt weder Ăźber persĂśnliche Bildschirme noch Monitore an der Kabinendecke. Anfang 2018 wurde bekannt gegeben, dass konzernweit (Lufthansa, Swiss und Austrian Airlines) ein neuer Sitz eingefĂźhrt wird. Dieser soll den Austausch der Flugzeuge untereinander erleichtern. Eurowings und Brussels Airlines sind von dieser Neuerung vorerst ausgenommen.
Auf LangstreckenflĂźgen wird Verpflegung angeboten, Ăźblicherweise stehen zwei oder mehr MenĂźoptionen zur Auswahl. Auf Kurzstrecken erhalten die Passagiere lediglich einen kleinen Snack und ein Getränk. Getränke und Verpflegung mĂźssen auf der Kurzstrecke seit Inkrafttreten des Sommerflugplans 2021 kostenpflichtig erworben werden. Passagiere erhalten lediglich eine kostenlose Wasserflasche und eine kleine Schokolade. Die AnkĂźndigung der EinfĂźhrung des neuen Catering-Konzepts stieĂ auf Kritik. Lufthansa reagierte nach eigenen Angaben auf Kundenfeedback mit der EinfĂźhrung des âBuy on Boardâ-Konzepts.
Allegris
2017 kßndigte Lufthansa erstmals ein neues Kabinenprodukt an, das ab 2020 in der Boeing 777-9 zum Einsatz kommen sollte.cite-ref-79[79] Unter dem Namen Allegris präsentierte Lufthansa am 14. Oktober 2022 die Details der neuen Generation und stellte eine Einfßhrung im Jahr 2023 in Aussicht.cite-ref-0-80-0[80] Diese Kabine zeichnet sich unter anderem durch unterschiedliche Optionen in der Business Class sowie eine aufgewertete Premium Economy Class aus.cite-ref-81[81] Seit dem 1. Mai 2024 werden erste Flßge mit der Allegris-Kabine durchgefßhrt, zunächst mit neu ausgelieferten Flugzeugen des Typs Airbus A350-900. Neue Boeing 777-9, 787-9 und Airbus A350 sollen direkt mit der neuen Kabinengeneration ausgeliefert und bestehende Boeing 747-8 umgerßstet werden.cite-ref-0-80-1[80] In der Boeing 747-8 wird zunächst nur die Business, Premium Economy und Economy Class ausgetauscht, erst in einem zweiten Schritt wird zwei Jahre später auch die First Class und die Business Class im oberen Deck auf Allegris umgerßstet.cite-ref-82[82] Die Bestandsflotte von Airbus A380 wird nicht mit der Allegris-Kabine ausgestattet. Diese Flugzeuge werden mit dem Thompson Aero Vantage XL Sitz auf eine 1-2-1 Konfiguration in der Business Class umgerßstet.cite-ref-83[83] Unklar ist, ob bestehende Airbus A350 und Boeing 787 mit 1-2-1-Konfiguration, die vorher fßr Philippine Airlinescite-ref-84[84] im Einsatz waren, bzw. von der HNA Group bestellt wurdencite-ref-85[85], auf das Allegris-Kabinenprodukt umgerßstet werden sollen.
Bord-Internetzugang
2004 bot Lufthansa als erste Fluggesellschaft in Langstreckenflugzeugen unter dem Namen FlyNet einen Internetzugang während des Fluges an. Dies geschah in Zusammenarbeit mit Connexion by Boeing, wurde jedoch seitens Boeing mangels Rentabilität 2006 wieder eingestellt. Seit Ende 2010 bot Lufthansa in Zusammenarbeit mit der Telekom zunächst zwischen Europa und Nordamerika wieder einen Internetzugang an. Seit Ende 2014 ist die komplette Langstreckenflotte mit FlyNet ausgerĂźstet. FlyNet wurde zwischenzeitlich im gesamten Langstreckennetz mit Ausnahme des chinesischen Luftraums sowie einigen Nordpolarregionen verfĂźgbar.cite-ref-86[86] AuĂerdem wurde nach einigen Tests 2017 mit der NachrĂźstung aller Flugzeuge der Airbus-A320-Familie begonnen. Die Nutzung ist gebĂźhrenpflichtig, es steht jedoch ein kostenloses Portal mit aktuellen Nachrichten und SportĂźbertragungen zur VerfĂźgung.cite-ref-87[87]
Vielfliegerprogramm
Unter dem Namen Miles & More wird seit 1993 ein Vielfliegerprogramm unterhalten. Diesem Bonussystem haben sich die europäischen Luftfahrtunternehmen Adria Airways, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Croatia Airlines, LOT, Luxair und Swiss angeschlossen. Air One ist nach ihrer Ăbernahme durch Alitalia aus dem Programm ausgeschieden.
âMiles & Moreâ ist ab Ende 2010 in die Kritik geraten, da der Lufthansa vorgeworfen wurde, den Wert der erworbenen Meilen zu kurzfristig und zu Ungunsten der Mitglieder abgewertet zu haben. Zuletzt einigte sich Lufthansa mit einem klagenden Mitglied auf einen Vergleich und erklärte sich bereit, Ănderungen an der zugrundeliegenden Meilentabelle erst nach einer dreimonatigen Vorlauffrist vorzunehmen.cite-ref-88[88]
Laut Branchenexperten trug das Programm, dessen Gewinnbeitrag bisher nicht offiziell im Geschäftsbericht verÜffentlicht wird, im Geschäftsjahr 2012 rund 700 Mio. Euro zum Konzerngewinn bei.cite-ref-89[89]
Alleinreisende Kinder und AssistenzbedĂźrftige
Die Hauptaufgabe des am 6. Mai 1968 auf dem Flughafen Frankfurt Main ins Leben gerufenen âRotkäppchenservicesâ oder âRotkäppchendienstsâ besteht in der Betreuung alleinreisender Kinder und mobilitätseingeschränkter Passagiere.cite-ref-referencea-90-0[90] Zum GrĂźndungszeitpunkt des Betreuungsdienstes trugen die Ăźberwiegend weiblichen Mitarbeiter, im Gegensatz zu den fliegenden Kollegen, eine rote Pillbox (Kopfbedeckung) anstatt einer blauen. Dies war fĂźr Gäste und Flughafenmitarbeiter ein klares Erkennungsmerkmal und AnstoĂ fĂźr den dann schnell gefundenen Spitznamen âRotkäppchenserviceâ.cite-ref-referencea-90-1[90] Der Rotkäppchenservice betreut jährlich mehr als 270.000 Fluggäste, darunter fast 50.000 Kinder.cite-ref-focus-22748-91-0[91]
Die Betreuung mobilitätseingeschränkter Gäste war alleinige Aufgabe der Fluggesellschaften, bis im Jahre 2008 aufgrund einer EU-Verordnung, welche die Betreuung mobilitätseingeschränkter Passagieren klar regelte, die Flughafenbetreiber diese Aufgabe ßbernehmen sollten. In Frankfurt fßhrte dies 2008 zur Grßndung eines Joint Ventures zwischen der Fraport und der Lufthansa mit dem Namen FraCareServices (FraCareS).
Der Service fßr alleinreisende Kinder ist kostenpflichtig, die Betreuung mobilitätseingeschränkter Gäste ist kostenlos. Beides sollte vorab bei Lufthansa per Telefon oder ßber das Reisebßro beantragt werden.cite-ref-92[92]
Kritik
Verdrängung der Verstrickung in den Nationalsozialismus / Zwangsarbeiter im Dritten Reich
Mit Blick auf das NSDAP-Regime ist dem heutigen Unternehmen bei seiner Selbstdarstellung eine bewusste Verdrängung der Verstrickung in das nationalsozialistische Regime in der Zeit von 1933 bis 1945 nachgewiesen worden.cite-ref-sehepunkte-de-14-1[14]cite-ref-deutschlandfunk-de-15-1[15]cite-ref-deutschlandfunkkultur-de-16-1[16]cite-ref-93[93]
Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus hatte die Lufthansa bis 1936 Ăźber den zivilen Linienflugbetrieb hinaus die Aufgabe, RĂźstung in der Luftfahrt, die nach dem Friedensvertrag von Versailles Deutschland nicht gestattet war, zu verdecken. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Passagierflugzeuge der Lufthansa auch fĂźr Kriegszwecke eingesetzt.
Nach den Forschungsergebnissen von Lutz BudraĂ von der Ruhr-Universität Bochum wurde erstmals auch aus wissenschaftlicher Perspektive bestätigt, dass in der Zeit von 1933 bis 1945 die âalteâ Lufthansa Zwangsarbeiter beschäftigte. In dieser Zeit hat das Unternehmen mindestens 10.000 Männer und Frauen aus den unterschiedlichsten Regionen wegen ihrer ethnischen Herkunft resp. ihrer ZugehĂśrigkeit zur jĂźdischen Religion und ihrer politischen Ăberzeugungen zwangsweise beschäftigt.cite-ref-94[94] Ihre Tätigkeit war im Wesentlichen die Reparatur von Flugzeugen der Luftwaffe.cite-ref-95[95] Es stellte sich laut BudraĂ heraus, dass die besondere Rolle der Lufthansa bei der Beschäftigung von Zwangsarbeitern weder eine Verirrung noch eine von den Nationalsozialisten aufgezwungene Handlungsweise war, sondern ein sehr bewusst in Kauf genommenes Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsstrategie der damaligen Lufthansa, um nach dem Ausfall der eigentlichen Einnahmequelle Flugverkehr Kapital fĂźr eine Modernisierung ihrer Flotte fĂźr den Luftverkehr der Nachkriegszeit zu sammeln.
Nach Bekanntwerden erster Forschungsergebnisse im Rahmen einer von Joachim Wachtel erstellten Festschrift zum 75. Jahrestag der GrĂźndung der âaltenâ Lufthansa sagte die heutige Deutsche Lufthansa AG die zum 6. Januar 2001 geplanten Feierlichkeiten aus Furcht vor Regressforderungen von Ăberlebenden des VĂślkermords an den europäischen Juden ab. Ebenso wenig wurde das Jubiläumsbuch verĂśffentlicht. In der weiteren Ăffentlichkeitsarbeit des heutigen Unternehmens wurde dann das Jahr 1953 als GrĂźndungsjahr genannt, ohne allerdings auf die Pioniertaten der âaltenâ Lufthansa zu verzichten, die in die Darstellung einer harmlosen Unternehmenstradition der heutigen Fluggesellschaft Lufthansa einflossen.
In der ARD-/arte-Filmdokumentation Fliegen heiĂt Siegen. Die verdrängte Geschichte der Deutschen Lufthansacite-ref-96[96] berichtet der Journalist Christoph Weber Ăźber ca. 17.000 Zwangsarbeiter, darunter jĂźdische Deutsche, Ukrainer, Russen und AngehĂśrige anderer Nationen, die in Berlin-Staaken, Berlin-Tempelhof und Leipzig-Schkeuditz zum groĂen Teil in der Flugzeugreparatur zwangsarbeiten mussten, darunter auch Kinder, die von der Schulbank verschleppt, angelernt und nach Deutschland transportiert worden waren. Anders als die meisten anderen vergleichbar groĂen Unternehmen habe die Lufthansa â so Weber â ihre Geschichte zwar von einem Historiker untersuchen lassen, das Ergebnis aber nicht in Buchform publiziert.
Kurt Weigelt, Luft-Hansa-MitgrĂźnder (1926), SS-FĂśrdermitglied und Kriegsverbrecher,cite-ref-mbz-97-0[97] war sowohl der letzte stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzendecite-ref-98[98] der damaligen Lufthansa als auch Aufsichtsratsvorsitzender sowohl der Vorbereitungs- und GrĂźndungsgesellschaft LUFTAGcite-ref-99[99] (1953â1954, s. o.) als auch der daraus hervorgegangenen heutigen Deutschen Lufthansa AG.cite-ref-mbz-97-1[97]cite-ref-100[100] Auch Kurt Knipfercite-ref-101[101] war sowohl zu Zeiten des Dritten Reiches als auch in den 1950er Jahren Mitglied in den o.a. Aufsichtsräten (jeweils als Ministerialbeamter).cite-ref-102[102]
Mit der BegrĂźndung, die Lufthansa sei nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegrĂźndet worden, bestreitet die heutige Deutsche Lufthansa AG jedweden Anspruch gegen das Unternehmen auf Entschädigung und Rentenzahlungen an damalige Zwangsarbeiter. Dessen ungeachtet stellt das heutige Unternehmen seinen ersten Linienflug am 1. April 1955 als âNeubeginnâ der traditionsreichen Lufthansa dar und macht sich in diesem Zusammenhang die technischen Fortschritte in der deutschen Verkehrsluftfahrt vor GrĂźndung der heutigen Deutschen Lufthansa AG als Unternehmensgeschichte zu eigen.cite-ref-chronik-lufthansagroup-com-17-1[17]
Im Jahr 1999 Ăźberwies das Unternehmen 40 Millionen DM an den Zwangsarbeiterfond der deutschen Wirtschaft.cite-ref-103[103]
Lufthansa-Beteiligungen in Steueroasen
Im Zusammenhang mit dem Rettungsplan der Bundesregierung im Rahmen der Corona-Pandemie fßr die Airline wurde bekannt, dass Lufthansa Beteiligungen in zahlreichen Steueroasen hält, darunter auch auf den Cayman Islands. Diese stehen seit dem Brexit offiziell auf der Schwarzen Liste der EU. Die EU wirft der Inselgruppe in der Karibik vor, dass die dortige Gesetzgebung die Ansiedlung von Offshore-Strukturen zur Steuerhinterziehung erleichtert.cite-ref-104[104]
Anfang Mai 2020 hatte der damalige SPD-Chef Norbert Walter-Borjans in einem Interview gefordert, bei einem Engagement des Staates mßsse es klare Bedingungen fßr ein Engagement der Üffentlichen Hand geben.cite-ref-105[105] So mßsse zum Beispiel geklärt werden, warum die Lufthansa Tochtergesellschaften in Steueroasen habe.cite-ref-106[106] Die Lufthansa hatte zuvor offiziell bestätigt, dass sie mit dem deutschen Staat ßber ein Rettungspaket mit einem Volumen von neun Milliarden Euro verhandelt. Demnach strebt der Bund einen Anteil von bis zu 25 Prozent plus einer Stimme sowie eine Vertretung im Aufsichtsrat an.cite-ref-107[107]
Am 12. Mai 2020 präsentierte die Fluggesellschaft als Reaktion auf die Forderungen einiger Politiker nach mehr Transparenz eine Liste ihrer Beteiligungen. Demnach seien alle Gesellschaften in besagten Ländern Firmen mit operativem Geschäftsbetrieb der LSG Group, Ăźberwiegend Airline-Cateringbetriebe.cite-ref-108[108] Sie teilte mit: âSelbstverständlich werden in allen Ländern, in denen der Lufthansa-Konzern tätig ist, die nationalen und internationalen Rechts- und Steuervorschriften beachtet.âcite-ref-109[109]
Als Gegenleistung fßr die milliardenschwere Staatshilfe 2020 verpflichtete sich Lufthansa, ihre grenzßberschreitenden Geldflßsse im Konzern offenzulegen. Dieser Bericht, aus dem sich ablesen lässt, ob der Konzern zu Lasten des deutschen Fiskus Gewinne in Steueroasen verschiebt, ist jedoch nicht Üffentlich, sondern nur dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Regierung zugänglich.cite-ref-110[110]
Konflikt um die KĂźrzung der Bordauflage der SĂźddeutschen Zeitung 2001
Im FrĂźhjahr 2001 gab es einen bundesweit beachteten Konflikt zwischen der Lufthansa und dem Verlag sowie der Redaktion der SĂźddeutschen Zeitung um deren Berichterstattung zum damaligen Pilotenstreik und die plĂśtzliche KĂźrzung der SZ-Bordauflage bei der Lufthansa um etwa 10.000 Exemplare.cite-ref-111[111] Die freie MĂźnchner Journalistin Tatjana Meier hatte zudem recherchiert, dass dieser Eingriff auf persĂśnliche Initiative des damaligen Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden JĂźrgen Weber zustande kam.cite-ref-112[112] Er wolle die Zeitung an Bord seiner Flugzeuge nicht mehr haben. Etliche Ăźberregionale deutsche Medien wie Stern, Der Spiegel oder auch die Frankfurter Rundschau lehnten eine VerĂśffentlichung dieser Informationen ab.cite-ref-113[113] Die Recherchen wurden schlieĂlich zuerst im Ausland publiziert â im britischen The Guardian.cite-ref-114[114] Eine Debatte Ăźber Wirtschaftsmacht und innere wie äuĂere Pressefreiheit in Deutschland folgte.cite-ref-115[115] Der Deutsche Rat fĂźr Public Relations (DRPR) arbeitete den Fall auf und sprach eine Mahnung aus.cite-ref-116[116]cite-ref-117[117]
Zwischenfälle
Unfälle
Von 1955, dem Jahr der Aufnahme des Flugbetriebs der neuen âDeutschen Lufthansa AGâ, bis November 2021 weist die Unfallbilanz des Unternehmens acht Totalverluste auf, bei denen insgesamt 152 Todesopfer zu beklagen waren. Zwischenfälle von Tochtergesellschaften sind hierbei nicht berĂźcksichtigt und finden sich in deren jeweiligen Artikeln.cite-ref-118[118]
⢠Am 11. Januar 1959 stßrzte eine Lockheed L-1049G Super Constellation (Luftfahrzeugkennzeichen D-ALAK) aus Hamburg kommend beim Landeanflug auf den Flughafen Rio de Janeiro/Galeão ab, wobei alle 29 Passagiere und sieben der zehn Besatzungsmitglieder starben (siehe auch Lufthansa-Flug 502).cite-ref-119[119]
⢠Am 4. Dezember 1961 stĂźrzte die in Frankfurt zu einem Trainingsflug gestartete Boeing 720-030B D-ABOK (Taufname âDĂźsseldorfâ) bei Ebersheim aus ungeklärter Ursache ab. Die drei Besatzungsmitglieder kamen ums Leben (siehe auch Absturz einer Boeing 720 der Lufthansa 1961).cite-ref-120[120]cite-ref-121[121]
⢠Am 15. Juli 1964 verunglĂźckte eine weitere Boeing 720-030B auf einem Trainingsflug. Die Besatzung der Maschine mit dem Kennzeichen D-ABOP (âBremenâ) versuchte, nach einer ersten gelungenen Fassrolle eine weitere zu fliegen. Bei diesem unerlaubten KunstflugÂmanĂśver brach das Flugzeug zwischen den Ortschaften Forst und Petersdorf im Landkreis Ansbach wegen struktureller Ăberlastung auseinander und alle drei Insassen kamen ums Leben (siehe auch Absturz einer Boeing 720 der Lufthansa 1964).cite-ref-122[122]
⢠Am 28. Januar 1966 stßrzte die aus Frankfurt kommende Convair CV-440 D-ACAT kurz hinter dem Flughafen Bremen während eines DurchstartmanÜvers ab. Alle 46 Insassen kamen ums Leben (siehe auch Lufthansa-Flug 005).cite-ref-123[123]
⢠Am 21. Januar 1967 wurde eine Douglas DC-4/C-54A der britischen Air Ferry (G-ASOG) im Anflug auf den Flughafen Frankfurt rund 2700 Meter vor der Landebahn in den Wald geflogen. Die Maschine kam als Frachtflug im Auftrag von Lufthansa und British European Airways vom britischen Flughafen Manchester. Die beiden Piloten wurden getÜtet. Als Hauptursachen fßr den Verlust der HÜhenorientierung der Piloten wurden eine falsche Einstellung der HÜhenmesser sowie die zeitlich falsche Nutzung der Checkliste ermittelt (siehe auch British-European-Airways-Flug 200).cite-ref-124[124]cite-ref-125[125]cite-ref-126[126]cite-ref-127[127]
⢠Am 20. Dezember 1973 verunglĂźckte eine Boeing 707-330B (D-ABOT, âDĂźsseldorfâ) aus Bangkok-Don Mueang kommend beim Landeanflug auf den Flughafen Neu-Delhi-Palam. Sie schlug in nebligem Wetter vor Erreichen der Landebahn auf und brannte aus. Alle 109 Passagiere und Crewmitglieder konnten sich zuvor in Sicherheit bringen.cite-ref-128[128]
⢠Am 20. November 1974 ereignete sich der schwerste Unfall in der Geschichte der Lufthansa. Eine Boeing 747-130 (D-ABYB, âHessenâ) stĂźrzte kurz nach dem Start vom Flughafen Nairobi ab. Grund war eine Fehlbedienung der Auftriebshilfen (KrĂźgerklappen) in Kombination mit unzureichenden WarnmaĂnahmen. Von den 157 Insassen kamen 59 ums Leben. Dies war gleichzeitig der zweite Totalverlust einer Boeing 747 Ăźberhaupt und der erste mit Todesopfern (siehe auch Lufthansa-Flug 540).cite-ref-129[129]
⢠Am 26. Juli 1979 kollidierte eine Boeing 707-330C der Lufthansa (D-ABUY âEssenâ) auf einem Frachtflug kurz nach dem Start von Rio de Janeiro nach Dakar mit einem Berg bei PetrĂłpolis. Grund waren fehlerhafte Anweisungen der Flugsicherung. Die dreikĂśpfige Besatzung kam ums Leben (siehe auch Hauptartikel Lufthansa-Flug 527).cite-ref-130[130]
⢠Der bisher letzte Unfall in der Geschichte der Lufthansa ereignete sich am 14. September 1993 auf dem Flughafen Warschau-OkÄcie. Ein mit 70 Personen an Bord aus Frankfurt kommender Airbus A320-200 (D-AIPN, âKulmbachâ) kollidierte während der Landung mit einem Erdwall am Ende der Landebahn. Durch den Aufprall starben ein Passagier sowie ein an Bord befindlicher PrĂźfkapitän. Das Flugzeug setzte während starker Scherwinde spät auf der Bahn auf, gleichzeitig war fĂźr die Software des dafĂźr zuständigen Bordcomputers der Aufsetzdruck am Fahrwerk nicht hoch genug, um die Funktion der Radbremsen und der Schubumkehr freizugeben. Die Cockpit-Besatzung reagierte zudem nicht angemessen, da sie nicht rechtzeitig ein DurchstartmanĂśver eingeleitet hatte, bevor sie die Schubumkehrhebel aktiviert hatte. Bei diesem Flug sollte der links sitzende Kapitän als âPilot flyingâ (PF) von dem rechts auf dem Platz des Kopiloten sitzenden PrĂźfkapitän nach Ăźberstandener Krankheit auf seine Einsatztauglichkeit geprĂźft werden (siehe auch Lufthansa-Flug 2904).cite-ref-131[131]cite-ref-132[132]
EntfĂźhrungen
In der Chronik des Unternehmens kam es bisher zu 13 Flugzeugentfßhrungen; die bis 1994 noch staatliche Lufthansa gehÜrte als nationale Fluggesellschaft Deutschlands zu den besonders gefährdeten Zielen globaler terroristischer Bedrohungen.
⢠Am 22. Februar 1972 wurde eine Boeing 747-200B (D-ABYD, âBaden-WĂźrttembergâ) in Aden auf dem Weg von Delhi nach Athen entfĂźhrt (siehe auch Lufthansa-Flug 649).cite-ref-133[133]
⢠Am 10. Juli 1972 wurde eine Boeing 737-100 auf dem Weg von KÜln nach Mßnchen entfßhrt.cite-ref-134[134]
⢠Am 11. Oktober 1972 wurde eine Boeing 727 auf dem Weg von Lissabon nach Frankfurt entfßhrt.cite-ref-135[135]
⢠Am 29. Oktober 1972 wurde eine Boeing 727-30 (D-ABIG âKielâ) auf dem Weg von Beirut nach Ankara entfĂźhrt und Ăźber Nikosia nach Zagreb gebracht (siehe auch Lufthansa-Flug 615).cite-ref-136[136]
⢠Am 28. Juni 1977 wurde eine Boeing 727 in Mßnchen auf dem Weg von Frankfurt nach Istanbul entfßhrt.cite-ref-138[138]
⢠Vom 13. bis 18. Oktober 1977 ereignete sich die weltweit beachtete EntfĂźhrung des Flugzeugs âLandshutâ, der Boeing 737-200 (D-ABCE) auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Frankfurt. Der Flugkapitän JĂźrgen Schumann wurde dabei in Aden ermordet. Das Flugzeug wurde schlieĂlich auf dem Flughafen Mogadischu durch die GSG 9 erfolgreich gestĂźrmt (siehe auch Lufthansa-Flug 181).cite-ref-139[139]
⢠Am 12. September 1979 wurde eine Boeing 727-200 (D-ABFI) auf dem Weg von Frankfurt nach KÜln/Bonn entfßhrt.cite-ref-140[140]
⢠Am 27. Februar 1985 wurde eine Boeing 727-200 in Wien auf dem Weg von Frankfurt nach Damaskus entfßhrt.cite-ref-141[141]
⢠Am 27. März 1985 wurde die Boeing 727-200 âLudwigshafenâ in Istanbul auf dem Weg von MĂźnchen nach Athen entfĂźhrt.cite-ref-142[142]
⢠Am 29. März 1985 wurde eine Boeing 737-200 in London aus Hamburg kommend entfßhrt.cite-ref-143[143]
⢠Am 11. Februar 1993 wurde ein Airbus A310-300 (D-AIDM âChemnitzâ) auf dem Weg von Frankfurt nach Addis Abeba Ăźber Hannover nach New York City entfĂźhrt (siehe auch Lufthansa-Flug 592).cite-ref-144[144]
⢠Am 28. Dezember 1999 wurde eine Bombardier CRJ200 (D-ACJA) von Prag kommend auf dem Weg nach DĂźsseldorf entfĂźhrt, landete jedoch planmäĂig in DĂźsseldorf.cite-ref-145[145]
Tarifkonflikte
Im Jahr 2014 begann der härteste Tarifstreit seit Bestehen der Lufthansa. Im November 2015 einigte sich die KonzernfĂźhrung mit der Kabinengewerkschaft UFO, einige der Konfliktbereiche im Rahmen einer Schlichtung zu klären. Als Schlichter wurde der frĂźhere Ministerpräsident Matthias Platzeck bestimmt.cite-ref-146[146] Ende November 2015 einigte sich Lufthansa mit Ver.di auf einen neuen Tarifvertrag fĂźr die ungefähr 33.000 Beschäftigen des Bodenpersonals; die Verhandlungen mit Piloten und Flugbegleitern dauerten weiterhin an.cite-ref-147[147] Zu den Streitpunkten zählten die betriebliche Altersversorgung sowie der Anspruch von Flugbegleitern und Piloten auf eine Ăbergangsversorgung bis zum Rentenantritt.cite-ref-148[148] Die KonzernfĂźhrung hebt die Sorge um die Existenzsicherung des Konzerns hervor, die Gewerkschaften bangen um die Existenzsicherung der Mitarbeiter. Weiterer Konfliktpunkt ist der Umbau der Tochtergesellschaft Eurowings, bei der Entgelte nicht dem Lufthansa-Tarifvertrag unterliegen.cite-ref-149[149] Am 5. Juli 2016 kam eine Einigung mit den Flugbegleitern. Man einigte sich auf eine ErhĂśhung der LĂśhne um etwa 5,5 % und eine jährliche Gewinnbeteiligung, die letztendlich vom Unternehmensergebnis abhängt. Im Gegenzug wurde keine konkrete RentenhĂśhe seitens des Managements garantiert, sondern die Zahlung eines festen Arbeitgeberbetrags eingefĂźhrt. DarĂźber hinaus erhält Lufthansa den KĂźndigungsschutz bzw. unbefristete Arbeitsverträge. Der neue Tarifvertrag gilt bis 2023.cite-ref-150[150]
Am 15. März 2017 erzielte Lufthansa mit der Vereinigung Cockpit eine Grundsatzeinigung zu allen strittigen Punkten im Rahmen einer GesamtlĂśsung. Diese beinhaltet unter anderem eine Einmalzahlung in HĂśhe von 1,8 Monatsgehältern und fĂźr den gesamten Zeitraum von Mai 2012 bis Juni 2022 insgesamt 11,4 % mehr Gehalt. Des Weiteren wird der Plan von Lufthansa Vorstand Harry Hohmeister, der eine NeugrĂźndung einer Fluggesellschaft vorsah, nicht mehr verfolgt. Das Projekt âJUMPâ, bei dem Airbus A340-300 mit Piloten der Lufthansa CityLine betrieben werden und touristische Ziele anfliegen, um Kosten zu sparen, fällt kĂźnftig wieder unter den Konzerntarifvertrag der Lufthansa-Piloten.cite-ref-151[151]
Ein ganztägiger Streik der Piloten, zu dem am 2. September 2022 die Vereinigung Cockpit (VC) aufgerufen hatte, hatte den gesamten Lufthansa-Flugbetrieb nahezu stillstehen lassen. Allein an ihren Drehkreuzen Frankfurt und Mßnchen strich die Lufthansa 800 Flßge fßr 130.000 Passagiere. Die VC strebt einen automatisierten Lohnausgleich oberhalb der Inflationsrate ab 2023 und zusätzlich 5,5 Prozent mehr Gehalt an.cite-ref-hessenschau2022-152-0[152]
Laut Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung bekam ein Pilot der Lufthansa 2025 inklusive MehrflĂźge und Ergebnisbeteiligung durchschnittlich 235.000 Euro Jahresgehalt. Wenn ein Pilot 35 Jahre im Dienst ist, belaufe sich seine Betriebsrente zzgl. zur gesetzlichen Rente auf durchschnittlich 5.400 Euro im Monat.cite-ref-153[153]
COVID-19-Auswirkungen
Im Zuge der COVID-19-Pandemie kĂźndigte die Lufthansa einen Stellenabbau von bis zu 30.000 Stellen an.cite-ref-2-154-0[154]cite-ref-155[155] Im dritten Quartal 2020 verbuchte die Gesellschaft einen Verlust in HĂśhe von 1,3 Milliarden Euro, im gesamten Vorjahr war dies der ausgewiesene Gewinn.cite-ref-156[156]
Aus Deutschland, Belgien, Ăsterreich und der Schweiz erhielt die Lufthansa insgesamt 9 Milliarden Euro Staatshilfen vorwiegend in Form von Krediten.cite-ref-2-154-1[154]cite-ref-3-157-1[157] Bis November 2021 wurden dann alle Kredite und Einlagen des Bundes vorzeitig zurĂźckgezahlt,cite-ref-159[159] wobei fĂźr den KfW-Kredit zusätzlich 3,75 Prozent Zinsen im Jahr bezahlt wurden.cite-ref-160[160]
Im September 2020 beschloss die Lufthansa, die Pilotenausbildung in Bremen einzustellen und forderte ihre FlugschĂźler auf, sich einen neuen Berufsweg zu suchen.cite-ref-161[161]
Im Januar 2022 Ăźbertrug Lufthansa ihren seit Ăźber 40 Jahren bestehenden Ausbildungsbetrieb in Goodyear (Arizona) an die US-amerikanische United Airlines. Diese hat dort bereits den Betrieb aufgenommen und mit dem ersten Jahrgang ihrer neuen FlugschĂźler begonnen.cite-ref-162[162]
Filme
Siehe auch
Literatur
⢠Rudolf Braunburg: Kranich in der Sonne. Die Geschichte der Lufthansa. Fischer-TB.-Verlag, Frankfurt 1982, ISBN 3-596-23034-9.
⢠Rudolf Braunburg: Die Geschichte der Lufthansa. Vom Doppeldecker zum Airbus. Rasch und RÜhring, Hamburg 1991, ISBN 3-89136-416-4.
⢠Sven A Helm: Die Deutsche Lufthansa AG: Ihre Gesellschafts- und konzernrechtliche Entwicklung. Dissertation. Peter Lang, Frankfurt / Berlin / Bern / Brßssel / New York / Wien 1999, ISBN 3-631-34715-4.
⢠75 Jahre Lufthansa. Gera Nova Verlag, Mßnchen 2001, ISBN 3-89724-830-1.
⢠GĂźnter Stauch (Hrsg.): Das groĂe Buch der Lufthansa. Von der âTante Juâ bis zum Super-Jumbo. Verlag Geramond, MĂźnchen 2002, ISBN 3-7654-7248-4.
⢠Klaus-Jochen Rieger: 50 Jahre Lufthansa. Eine Erfolgsgeschichte in Fakten, Bildern und Daten. Verlag Heel, KÜnigswinter 2005, ISBN 3-89880-411-9.
⢠Jochen K. Beeck: Im Zeichen des Kranichs. Die Flugzeuge der Lufthansa 1926â2006. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02668-6.
⢠Jens MĂźller, Karen Weiland: A5/05: Lufthansa+Graphic Design â Visuelle Geschichte einer Fluggesellschaft. Verlag Lars MĂźller, Baden 2012, ISBN 978-3-03778-267-5.
⢠Lutz BudraĂ: Adler und Kranich: Die Lufthansa und ihre Geschichte 1926â1955. Karl Blessing Verlag, MĂźnchen 2016, ISBN 3-89667-481-1.cite-ref-163[163]
⢠Hartmut Berghoff, Manfred Grieger, JÜrg Lesczenski: Lufthansa - Die ersten 100 Jahre, Prestel, 2026, ISBN 978-3-7913-9388-9
Weblinks
Commons
: Lufthansa
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Lufthansa
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
Wikivoyage: Lufthansa
â ReisefĂźhrer
Wikinews: Portal:Deutsche Lufthansa
â in den Nachrichten
⢠Webpräsenz der Lufthansa (u. a. deutsch, englisch, franzÜsisch)
⢠Taufnamen nebst Luftfahrzeugkennzeichen sämtlicher Flotten des Lufthansa-Konzerns
⢠Literatur zur Lufthansa im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
⢠Frßhe Dokumente und Zeitungsartikel zur Lufthansa in den Historischen Pressearchiven der ZBW
Einzelnachweise
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cite-note-lhup-22. â Unternehmensprofil. In: lufthansagroup.com. Deutsche Lufthansa AG, abgerufen am 25. März 2019.
cite-note-33. â âWie man der April-Ausgabe 1926 des frĂźhen Luftfahrtmagazin âIkarusâ entnehmen kann, wurde der an die mittelalterliche Hanse erinnernde Name der geplanten neuen Fluggesellschaft in Dresden âgeborenâ â er soll erstmals gebraucht worden sein, als im Sommer 1924 im Dresdner Rathaus die ErĂśffnung der Flugverbindung Dresden â MĂźnchen gefeiert wurde.â Zitiert nach: Der Name Luft Hansa wurde in Dresden geboren (Memento vom 30. Januar 2017 im Internet Archive; PDF; 168 kB), Mitteilung der Lufthansa Group vom 10. August 2015. Abgerufen am 30. Januar 2017.
cite-note-55. â Lufthansa Group: 100 Jahre Lufthansa. Abgerufen am 2. Januar 2026.
cite-note-1-66. â Michael Rasch: Wiederaufstieg in der Fräuleinwunder-Zeit / Die 100-jährige Geschichte der Lufthansa brachte Triumphe und TragĂśdien â heute ist sie die grĂśsste Airline der Welt ausserhalb der USA In: Neue ZĂźrcher Zeitung International vom 6. Januar 2026, Seite 19
cite-note-77. â Lutz Budrass, Adler und Kranich. Die Lufthansa und ihre Geschichte 1926-1955, Blessing Verlag MĂźnchen 2016, S. 83ff., Vgl. dabei: Denkschriften von 1925 âLuftfahrt im Hinblick auf die Landesverteidigungâ, Luftprogramm vom gleichen Jahr, Plan von 1929 kampffähige Luftwaffe in einem JahrâŚ
cite-note-88. â Niels KluĂmann, Arnim Malik: Wichtige Daten der Geschichte der Lufthansa. Abgerufen am 2. März 2020.
cite-note-99. â Lutz Budrass, Die Lufthansa und ihre ausländischen Arbeiter im Zweiten Weltkrieg, Deutsche Lufthansa Frankfurt/Main 2001, S. 68 ff.
cite-note-1010. â Joachim Wachtel, GĂźnther Ott: Im Zeichen des Kranichs. Die Geschichte der Lufthansa von den Anfängen bis 1945. Piper Verlag MĂźnchen 2016, S. 310.
cite-note-1111. â Lutz Budrass, Adler und Kranich. Die Lufthansa und ihre Geschichte, ebenda, S. 433ff.
cite-note-1212. â Amtsblatt der Militärregierung, Nr. 12 und Amtsblatt der Militärregierung Nr.13
cite-note-1313. â Lutz BudraĂ: Adler und Kranich, Die Lufthansa und ihre Geschichte 1926â1955. Blessing Verlag, 2016, ISBN 978-3-641-11246-2.
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cite-note-deutschlandfunkkultur-de-1616. â Nana Brink, Interview mit Johannes Bähr: Wie deutsche Unternehmen mit ihrer Geschichte umgehen in Deutschlandfunk Kultur vom 14. April 2016, abgerufen am 7. August 2018
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cite-note-1818. â Adler und Kranich (Memento vom 28. Januar 2017 im Internet Archive), Rezension des Werks von Lutz Budrass bei ttt â titel, thesen, temperamente, 13. März 2016.
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cite-note-4815. 27 Boeing 777X Bestellungen, abzgl. 7 Boeing 777-8F fĂźr Lufthansa Cargo
cite-note-4916. Lufthansa muss noch länger auf erste Boeing 777-9 warten. 29. Oktober 2025, abgerufen am 29. Oktober 2025.
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